HOME | SPIELBERICHTE | JUNIOREN | LINKS | KONTAKT

1. Mannschaft

Kader & Trainer 07/08

Kader & Trainer 06/07

Spielplan 06/07

 

Zu- und Abgänge 07/08

Zu- und Abgänge 06/07

2. Mannschaft

Kader & Trainer 07/08

Kader & Trainer 06/07

Spielplan 06/07

 

Zu- und Abgänge 07/08

Zu- und Abgänge 06/07

 

Junioren

Startseite

 

Équipe Special

Kader / Termine

Verein

 

Präsidium/Vorstand/
Management

Historie 

Stadion

Mitgliedschaft

Eintrittskarten/
Vorverkauf

Archiv Tabellen/Statistiken

 

1. Mannschaft

Regionalliga
All-Time-Statistik 94-07

2. Mannschaft

Landesliga
All-Time-Statistik 93-07

 

HISTORIE

  

  

Die Vereinsgeschichte des SV Wehen 1926 - Taunusstein e.V.

  

1926 Gründung des Vereins auf Initiative von Heinz Dilger im Gasthaus "Zur Krone" (39 Gründungsmitglieder), Aufnahme des Spielbetriebs in der C-Klasse Wiesbaden.
1927 Bau des Sportplatzes auf dem Halberg.
1933 Auflösung des Vereins nach Machtübernahme des NS-Regime, Aufrechterhaltung des Spielbetriebes durch gelegentliche Freundschaftsspiele (bis 1939).
1946 Wiedergründung des Vereins durch Karl Bender und Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit zwei Mannschaften. Bis zur Saison 1948/49 spielt die 1. Mannschaft in der B-Klasse Wiesbaden.
1948 Wilhelm Baum wird Vorsitzenmder, Karl Bender Ehrenvorsitzender.
1955 Übungsleiter Willi Lehmann baut eine Jugendmannschaft auf. Die 1. Mannschaft, verstärkt durch Nachwuchsspieler, gewinnt ein Pokalturnier in Born, wird Zweiter bei einem Pokalturnier in Orlen und Sechster in der Meisterschaftsrunde.
1957 Unter Übungsleiter Karl Haupt erreicht die 1. Mannschaft den vierten Platz.
1958/59 Mit Trainer Andreas Reißländer (ehemals Vertragsspieler beim SV Wiesbaden) wird die Mannschaft zweimal Vizemeister.
1959 Bau einer Umkleidehalle auf dem Halberg (wiederum in Eigenleistung bei Bereitstellung des Baumaterials durch Wilhelm Herdling).
1960 Der SVW wird erneut Vizemeister, wird Kreis- und Bezirkspokalsieger und stößt erstmals im Pokalwettbewerb unter die 16 besten Vereine auf Landesebene vor.
1963 In 2000 freiwilligen Arbeitsstunden wird das Spielfeld erweitert.
1965 Die 1. Mannschaft wird unter Trainer Helmut Fiegen Meister der B-Klasse Wiesbaden und schafft den Aufstieg in die A-Klasse. Punkteverhältnis (54:0) und Torverhältnis (117:15) stellen bundesweiten Rekord und werden von ZDF (durch einen Filmbericht über den SV Wehen) und Sportpresse gewürdigt.
1966 40-jähriges Bestehen, Aufnahme in den Landessportbund Hessen.
1967 Einweihung der ersten Flutlichtanlage im Untertaunuskreis.
1968 Der Verein erringt unter Trainer Willi Weber die Meisterschaft in der A-Klasse und steigt in die Bezirksliga auf, scheitert aber im Kreispokalendspiel gegen FC Bierstadt.
1970 Einweihung des Sportlerheims auf dem Halberg.
1971 Abstieg in die A-Klasse; Gründung einer Alte-Herren- Abteilung; Verstärkung der Jugendarbeit unter Helmut Viehmann, die sich durch den Gewinn mehrerer Kreismeisterschaften auszahlt.
1975 Mit acht Mannschaften und ca. 120 Jugendlichen weist der SVW (unter Jugendleiter Günter Junker) die größte Jugendabteilung des Untertaunuskreises auf.
1976 Die Jugendabteilung ist (unter Manfred Fuck) auf zehn Mannschaften und 150 Jugendliche angewachsen. 50-jähriges Bestehen in Verbindung mit weiterem Ausbau des Sportplatzes.
1982 Heinz Hankammer übernimmt Vorsitz von Helmut Kraft. Auszeichnung des Vereins mit Preis der Sepp-Herberger-Stiftung für vorbildliche Jugendarbeit.
1983 Meister der A-Klasse und Aufstieg in Bezirksklasse (unter Trainer Karlheinz Kühn).
1984 Meldung einer Damenmannschaft.
1985 Abstieg der 1. Mannschaft in die A-Klasse.
1986 Sofortiger Wiederaufstieg in die Bezirksklasse (unter Horst Hülß).
1987 Bezirksliga-Meister und Aufstieg in die Landesliga.
1988 Hessenpokalsieger und Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals (2:3 gegen Kaiserslautern).
1989 Landesliga-Meister und Aufstieg in die Oberliga.
1992 Vize-Hessenpokalsieger und Einzug in die Hauptrunde des DFB-Pokals (2:3 gegen Eintracht Frankfurt).
1994 Insgesamt 18 Mannschaften qualifizieren sich für die Regionalliga Süd, jeweils sechs aus den Bereichen der Oberliga Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. In der Drei-Jahres-Punktewertung steht der SVW zwar nur auf Platz 7 (Plätze 11, 9 und 3 in den Spielzeiten von 1991 bis 1994), doch da der FSV Frankfurt den Aufstieg in die 2. Liga schaffte, rückte Wehen nach.
1994/95 Tabellenplatz 17, Abstieg in die Oberliga.
1995/96 Platz 7 in der Oberliga, Hessenpokalsieger und Einzug in die  DFB-Pokal-Hauptrunde (1:2 gegen Zweitligist VfB Lübeck).
1996/97 Oberliga-Meister und Aufstieg in die Regionalliga.
1997/98 Regionalliga: Tabellenplatz 13
1998/99 Regionalliga: Tabellenplatz 6
1999/00 Regionalliga: Tabellenplatz 13. Der SVW qualifiziert sich für die zweigleisige Regionalliga und wird zum dritten Mal Hessenpokalsieger.
2000/01 Im DFB-Pokal zwingt der SVW Borussia Dortmund in die Verlängerung, verliert mit 0:1 durch einen Treffer von Heiko Herrlich. Regionalliga: Tabellenplatz 11. Vize-Hessenpokalsieger.
2001/02 Der SVW liefert sich mit Eintracht Trier ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Aufstiegsplatz, hat zwei Spieltage vor Saisonende noch alle Chancen, rangiert am Ende nach zwei Niederlage zum Abschluss "nur" auf Platz 6.
2003 Umwandlung des Vorstandes in ein Präsidium, Heinz Hankammer wird zum Präsidenten gewählt. Djuradj Vasic übernimmt das Traineramt von Gerd Schwickert (4. November) und erreicht noch den siebten Tabellenplatz in der Regionalliga. Vize-Hessenpokalsieger.
2003/04 Mit 14 Punkten aus sechs Spielen glänzend gestartet, muss Trainer Vasic das Team notgedrungen verjüngen. Der Erfolg bleibt dennoch nicht aus, von einem Heim-1:6 gegen Erfurt einmal abgesehen. Der Höhepunkt ist am 28. Spieltag erreicht: Nach einem 2:0 über die Mainzer Amateure belegt der SV Wehen den ersten Aufstiegsplatz (hinter den nicht aufstiegsberechtigten Amateuren von Bayern München). Dann folgen allerdings sechs sieglose Spiele mit Niederlagen bei den direkten Konkurrenten RW Erfurt und 1. FC Saarbrücken, die dadurch in der Tabelle vorbeiziehen. Zu Saisonende steht dann gar Tabellenplatz 7 zu Buche. Im Hessenpokal gab es das "Aus" gegen Landesligist Würges.
2004/05 63 Punkte hat der SV Wehen nach dem 34. Spieltag auf dem Konto, 19 von 34 Spielen gewonnen, mehr als nahezu alle Meister der Regionalliga-Historie. Am letzten Spieltag stand der SV gar 30 Minuten in der Zweiten Liga. Der entscheidende Vorteil für die Sportfreunde Siegen, die neben Kickers Offenbach den zweiten Aufsteiger stellen, resultierte aus einem Formfehler im Hinspiel (1:1), das für Wehen als verloren und für Siegen als gewonnen gewertet wurde. Doch das Heimspiel gegen den bereits als Absteiger feststehenden SC Feucht (1:1) am drittletzten Spieltag war zumindest genauso entscheidend. Djuradj Vasic hatte die Stamm-Mannschaft weiter verjüngt. Höhepunkt der Saison war im März 2005 das 4:0 über Bayern München Amateure - die Zuschauer erlebten Traumfußball auf dem Halberg. Eine unnötige Niederlage beim 1. FC Eschborn verhindert den fast sicheren Einzug in den DFB-Pokal.
2005/06 Der Saisonauftakt geht daneben, erst im fünften Spiel (in Elversberg) gelingt der erste Sieg. Extremes Verletzungspech kommt hinzu: So müssen mit Thomas Brendel, Guido Gorges, Jurij Krause und Suad Rahmanovic vier Langzeitverletzte kompensiert werden. Sehr wechselhaft die weiteren Ergebnisse: Gegen die späteren Aufsteiger Augsburg und Koblenz werden 9 von 12 möglichen Punkten geholt, dafür leistet sich das Team an anderer Stelle gegen vermeintlich schwächere Mannschaften unerklärliche Aussetzer (2:4 gegen KSC II, 1:3 in Bayreuth). Ein starker Schlussspurt mit sieben Siegen in Serie beschert doch noch Tabellenplatz Drei. Zudem stellt der SV Wehen mit Maximilian Nicu einen von zwei Torschützenkönigen der Liga (17 Treffer, gemeinsam mit Augsburgs Okpala). Im Hessenpokal ist im Halbfinale gegen Darmstadt 98 Schluss.
2006/07 "Wir werden ganz oben dabei sein. Ich hätte doch meinen Beruf verfehlt, wenn ich mir andere Ziele setzen würde. Wenn wir jetzt noch eine bessere Abwehrleistung zeigen als im vergangenen Jahr, gehe ich felsenfest vom Aufstieg aus." So Kapitän Sascha Amstätter im Fußball-Terminkalender des Wiesbadener Tagblatt vor Saisonbeginn. Genau ins Schwarze getroffen! Am 13. Spieltag erklimmt das Team die Tabellenspitze und gibt diese nicht mehr her. Und das, obwohl mit Maximilian Nicu und Bakary Diakité die besten Torschützen zu kompensieren waren und Trainer Djuradj Vasic den Verein im Oktober in Richtung Braunschweig verließ. Doch unter dem Gespann Christian Hock/Steffen Vogler legt die Mannschaft erst richtig los. Am sechstletzten Spieltag in Pirmasens wird der Aufstieg unter Dach und Fach gebracht, am vorletzten Spieltag die Meisterschaft. Das Unternehmen Hessenpokal endet im Viertelfinale in Klein-Karben, doch als Aufsteiger in die 2. Liga ist Wehen dennoch für die 1. Runde des DFB-Pokal qualifiziert. Dafür sichert sich der SV Wehen den Rheingau-Taunus-Kreispokal nach einem 7:0 im Finale gegen TuS Beuerbach.

 

Auch die II. Mannschaft, von Friedel Müller und Thomas Zampach trainiert, erreicht den Aufstieg und darf nun nach 15 (!) Jahren Landesliga künftig in der Oberliga antreten.

  

 

Auftritte im DFB-Pokal

 

Saison 1988/89

1. Runde (06.08.1988): VfL Kirchheim/Teck - SV Wehen 1:2 (Tore: Zer, Zer)
2. Runde (24.09.1988): FC Emmendingen - SV Wehen 1:3 (Tore: Kölsch, Zer, Collet)
Achtelfinale (09.12.1988): SV Wehen - 1. FC Kaiserslautern 2:3

  

  Dicke Suppe in Wiesbaden  

Ganze sechs Minuten fehlten dem SV Wehen zur Sensation gegen Bundesligist Kaiserslautern. Assmann und Collet hatten die frühe Führung der Lauterer umgedreht und den Landesligisten mit 2:1 in Führung gebracht. Die rund 10.500 Zuschauer in Wiesbaden - Wehens Halberg war zu klein für den Auftritt der Roten Reufel - konnten zwar wegen des Nebels kaum etwas sehen, feierten den Auftritt des frechen Außenseiters aber dennoch euphorisch. Erst in der turbulenten Schlussphase sorgten Lauterns Abwehrpolizist Schulz und Allievi doch noch für den schmeichelhaften Sieg des Favoriten. "Ich bin froh, daß die Entscheidung während der regulären Spielzeit fiel. In der Verlängerung wären wir sicher eingebrochen und untergegangen", war Wehens Regisseur Bruno Hübner darüber nicht einmal böse. (Quelle: Matthias Weinrich/Hardy Grüne, Deutsche Pokalgeschichte seit 1935)

WEHEN: Mosbach – Assmann - Utsch, Peuckmann - Anspach, Dekic, Hübner, Collet, Zengler - Maurer (46. Zer), Kölsch
FCK: Ehrmann - Emig - Friedmann, M. Schulz - Roos (80. Schupp), Foda, Wuttke, Groh, Hoos (76. Allievi) - Hartmann, Kohr
TORE: 0:1 Kohr (18.), 1:1 Assmann (55. / HE), 2:1 Collet (64.), 2:2 Schulz (84.), 2:3 Allievi (90.)
SCHIEDSRICHTER: Fux (Stutensee)
ZUSCHAUER: 10.154 in Wiesbaden

  

Saison 1992/93

1. Runde (19.08.1992): SV Wehen - Eintracht Frankfurt 2:3

  

  Ein Tor zum Ja-Wort  

Als Tony Yeboah in der 84. Minute das 3:0 für die Frankfurter Eintracht schoß, gab niemand der rund 10.000 Zuschauer im Wiesbadener Stadion noch einen Pfifferling auf den SV Wehen. Zu deutlich hatten die Adlerträger bis dato den Amateurligisten dominiert, als daß in den letzten Minuten noch etwas passieren könnte. Doch die Wehener gaben nicht auf. Als Sauer in der vorletzten Minute den 1:3-Ehrentreffer markierte, ging noch einmal ein Ruck durch die Elf, und als Raab Sekunden später sogar zum 2:3 traf, war plötzlich wieder alles drin. Letztlich reichte es jedoch nicht mehr zum Ausgleich, und die Frankfurter gingen als glückliche Sieger vom Platz. Glücklich war übrigens auch Wehens Torschütze Bernhard Raab, dessen langjährige Freundin Silke ihm vor dem Spiel einen Heiratsantrag gemacht hatte. (Quelle: Matthias Weinrich/Hardy Grüne, Deutsche Pokalgeschichte seit 1935)

WEHEN: Vogler - Utsch - Kornhuber, Süß - Jakob, Boche, Hübner, Schröder (54. Sauer), Brummer (73. Bals) - Raab, Feyen
FRANKFURT: Stein - Binz - M.Klein, Bindewald - Bommer (53. Penksa), Falkenmayer, Bein, Wolf, Weber - Yeboah, Kruse (85. E.Schmitt)
TORE: 0:1 Binz (36.), 0:2 Klein (38.), 0:3 Yeboah (84.), 1:3 Sauer (89.), 2:3 Raab (90.)
SCHIEDSRICHTER: Dr.Fischer (St. Wendel)
ZUSCHAUER: 10.000 in Wiesbaden

 

  

Saison 1996/1997

1. Runde (11.08.1996): SV Wehen - VfB Lübeck 1:2

  

WEHEN: Vogler - Müller - Junginger (62. Marggraf), Dalkilic - Raab, Zampach, Stohn, Wilde, Sauer - Reichenberger, Ott (66. Saridogan)
LÜBECK: Wilde - Behnert - Mazeikis, Schwinkendorf - T.Hoffmann, van der Steen, Jurgeleit, Kindgen, A.Winkler - Golke, Schwerinski (65. Aerdken)
TORE: 0:1 Schwerinski (36.), 1:1 Raab (54.), 1:2 Hoffmann (59.)
SCHIEDSRICHTER: Insam (Köln)
ZUSCHAUER: 1.500

 

Saison 2000/2001

1. Runde (26.08.2000): SV Wehen - Stuttgarter Kickers 2:1

  

  Wehens „Verwandlungskünstler“ sorgen für Pokal-Überraschung  

Mehic sichert 2:1-Heimerfolg über Zweitligist Stuttgarter Kickers
„Jetzt endlich ein Bundesligist“
Das gibt es nur beim SV Wehen. Vor gut einer Woche nach dem 0:3 im Regionalligaspiel gegen Trier noch mit herben Kritiken bedacht, präsentierten sich die gebeutelten Halberg-Kicker plötzlich als Verwandlungskünstler und avancierten durch den 2:1 (2:0)-Erfolg über Zweitligist Stuttgarter Kickers zu strahlenden Pokalhelden. „Wir hatten den berechtigten Ärger des Publikums zu spüren bekommen und wußten auch, was in den Medien berichtet wurde. Letztlich war das für uns ein leichtes Spiel, weil wir nichts zu verlieren hatten“, meinte Abwehrspieler Kelvin King nach dem Einzug in die zweite Runde, die Ende November steigt. Auch Trainer Gerd Schwickert war die Erleichterung anzumerken: „Die Mannschaft „Richtige Antwort“ hat auf das Spiel gegen Trier die richtige Antwort gegeben und kämpferisch alles gezeigt. Der Sieg geht in Ordnung.“
Kollege Hans-Jürgen Boysen hatte an der Niederlage schwer zu knabbern: „Ich ärgere mich wahnsinnig über unser Ausscheiden – es war total unnötig. Wenn ich meinen inneren Befund zugrunde lege, müssten jetzt alle am Zaun ausgepeitscht werden.“ Nun hoffen die Wehener, dass „wir endlich seinen lukrativen Bundesligisten ziehen“, so der Sportliche Leiter Bruno Hübner. Die Auslosung wird am Samstag in der Pause des EM-Qualifikationsspiels Griechenland gegen Deutschland vorgenommen. Bereits in der siebten Minute hatte Boysen erstmals Grund zur Unzufriedenheit, als Markus Weinzierl leichfertig den Ball an Wehens Sead Mehic verlor und dieser die Kugel vom linken Strafraumeck unhaltbar in den Winkel zirkelte. Nur 80 Sekunden später herrschte erneut Konfusion in der Stuttgarter Abwehr. Ermin Melunovic, gerade erst von Mainz 05 ausgeliehen, setzte sich an der Torauslinie durch, passte in die Mitte, wo abermals Mehic zur Stelle war: 2:0! Wehens Fans staunten ungläubig und zeigten sich im Handumdrehen mit der Elf versöhnt, die fortan Willens- und Zweikampfstärke demonstrierte.
Die spürbar verunsicherten Kickers kamen bis zur Pause kaum zu Chancen. Wehens Keeper Christian Lache musste lediglich einmal vor dem ansonsten von Kelvin King gut beschatteten Brasilianer Silvinho und bei einem Distanzschuss von Torsten Ziegner retten. Derweil ließ Sascha Amstätter den Stuttgarter Regisseur Marek Penksa nicht zur Entfaltung kommen. Erst das per Kopf erzielte Anschlusstor durch den eingewechselten Youngster Timo Dörflinger (52.) brachte die Gastgeber kurzzeitig in Verlegenheit. Lache lenkte in der Folge einen Kopfball Mark Zimmermanns an die Latte, ehe der Stuttgarter Schwung verpuffte, weil Wehen mit selten erlebter Hartnäckigkeit die Defensive stabilisierte, spielerisch indes nur noch wenig auf die Beine brachte. Nach Kings Vorstoß hätte „Laufwunder“ Mehic dennoch erhöhen können (72.), und auch ein Heber des quriligen Bosniers wäre in der 79. Minute fast im Kickers-Kasten gelandet. „Mehics Pensum war super angesichts der Hitze. Und bei Melunovic hat man gesehen, dass er eine Verstärkung für uns wird“, zollte Schwickert seinem neuen Sturm-Duo Anerkennung.
Gleichwohl hatten die Taunussteiner im Finish noch eine brenzlige Situation zu überstehen. In der 87. Minute war die Deckung einmal nicht im Bilde, doch Zimmermann zielte aus kurzer Distanz daneben. „Eine hundertprozentige Chance“, ärgerte sich Boysen, während Wehen wenig später in kollektiven Jubel ausbrach.
Im morgigen Punktspiel bei Rot-Weiß Erfurt (18 Uhr) soll nun mit ähnlicher Energieleistung zumindest ein erster Regionalliga-Auswärtspunkt herausspringen. „Aber das ist wieder ein ganz anderes Spiel“, sagt Gerd Schwickert und hofft auf dauerhafte Konservierung des erwachten Kampfgeistes: „Wo doch die nötige Einstellung eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein muss.“ Morgen in Erfurt bleiben zwei Wehener Wermutstropfen. Der zur Pause ausgetauschte Toni Da Silva klagt über Kniebeschwerden. „Das hatte er zuletzt schon einmal und dann war nach zwei Tagen wieder alles in Ordnung, aber diesmal bin ich skeptisch“, so Trainer Schwickert. Daneben plagt sich Torhüter Christian Lache mit einer Zerrung im Gesäß herum.
(Quelle: Stephan Neumann, Wiesbadener Kurier)

WEHEN: Lache - Wilde - King, Özcan (68. Parotta) - König, Amstätter, da Silva (46. Zaltenbach), Bunzenthal, Sauer - Melunovic (64. Naciri), Mehic
STUTTG. KICKERS: Ramovic - Weinzierl (25. Heberle) - Kritzer, Keuler - Marell (46. Dörflinger), Ziegner, Penksa, Raspe (73. Kapic), Kümmerle - Silvinho, Zimmermann
TORE: 1:0 Mehic (7.), 2:0 Mehic (9.), 2:1 Dörflinger (52.)
SCHIEDSRICHTER: Kreyer
ZUSCHAUER: 1.000

  
2. Runde (31.10.2000):
SV Wehen - Borussia Dortmund 0:1 n.V.
  

  Heiko Herrlich rettet Dortmund vor der Blamage  

Wehen liefert hochfavorisiertem Bundesligisten einen großen Pokalkampf und verliert erst in der Verlängerung
Fußball-Regionalligist SV Wehen schlitterte gestern Abend nur hauchdünn an einer dicken Pokalsensation in der 2. DFB-Hauptrunde vorbei. Vor 13000 Zuschauern im Mainzer Bruchwegstadion unterlag die Mannschaft vom Halberg nach einem großen Kampf dem hochfavorisierten Bundesligisten Borussia Dortmund 0:1 nach Verlängerung. Das Tor des Tages erzielte in der 93. Minute Heiko Herrlich, der eine Ecke von Miroslav Stevic einköpfte und dem Traditionsklub eine Blamage ersparte.
Es war ein äußerst glücklicher Erfolg des BVB, lieferten die Taunussteiner den Schwarz-Gelben doch einen offenen Schlagabtausch. Ja, die Mannschaft von Trainer Gerd Schwickert hätte die hochdramatische Partie eigentlich gewinnen müssen. Gerd Schwickert hatte die Ruhe weg. Anderthalb Stunden vor dem Anpfiff wollte Wehens Trainer eigentlich die finale Spielersitzung abhalten. Pustekuchen.
Der Coach, von der Wiesbadener Hafa kommend, steckte zu diesem Zeitpunkt noch im Stau, kam zehn Minuten zu spät. Im Vergleich zum Dortmunder Tross indes war der 51-Jährige verdammt früh dran. Der Borussen-Bus rollte erst eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn gemütlich aufs Stadiongelände. Als sich die Kicker aus dem Westfälischen schließlich aufwärmten, goutierte Gerd Schwickert mit alten Kumpels aus dem Saarland eine saftige Bratwurst. Wehen – Berlin 552 Kilometer. Das von den Taunussteiner Fans im Q-Block (dort stehen sonst die Anhänger des FSV Mainz 05) hochgehaltene Heimatkunde-Plakat sorgte für heiteres Schmunzeln unter den Zuschauern.
Ein Schauer lief dagegen dem einen oder anderen auf den gut besetzten Rängen den Rücken runter, als die Mannschaften zur Einmarsch-Musik von Boxstar Henry Maske das Feld betraten. Pokalfieber pur. Wehen zeigte seine mit Abstand beste Saisonleistung. Und einer stach noch heraus. Sead Mehic. Der Umstand ist deshalb so bemerkenswert, da seine Frau stündlich das gemeinsame Baby erwartete, man dem 25-Jährigen eigentlich eher die Rolle eines Nervenbündels zugestanden hätte.
Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Von Dortmunder Dauerdruck aufs Taunussteiner Heiligtum, den wohl so mancher nach zwei Ecken in den ersten 90 Sekunden befürchtet hatte, war jedenfalls nichts zu spüren. Okay, die Ruhrpott-Recken besaßen in der Anfangsphase die besseren Chancen. Etwa bei Lars Rickens Freistoß, den Wehens Keeper Christian Lache erst im Nachfassen abtötete und damit den Führungstreffer durch den einschussbereiten Heiko Herrlich verhinderte. Brenzlig wurde es auch, als Herrlich in eine flache Flanke von Jörg Heinrich rutschte und die Kugel an den Außenpfosten bugsierte.
Zwei Buhmänner erkoren sich die Zuschauer in Mainz. Zum einen BVB-Torhüter Jens Lehmann, der demonstrative (?) Aufwärmübungen zum Besten gab und damit, gewollt oder auch nicht gewollt, das hochverehrte Publikum provozierte. Auf die Palme brachte so manchen Fan auch jener Linienrichter, der Ermin Melunovic gleich zweimal zurückwinkte. Selbst die, die auf gleicher Höhe saßen und standen, schworen Stein und Bein: Das war kein Abseits! Anders verhielt es sich, als der Ex-Mainzer drei Meter vor Schlussmann Lehmann auftauchte.
Ein Aufschrei im Stadion begleitete die Aktion. Während Wehen die Dortmunder Angreifer in Manndeckung nahm (Kelvin King gegen Otto Addo, der bärenstarke Ex-Chemnitzer Emmanuel Izuagha gegen Heiko Herrlich sowie Michael Sauer gegen Emmanuel Krontiris), agierte der Champions-League-Gewinner und Weltpokalsieger von 1997 mit einer Dreierkette. Und haargenau darin sahen die Taunussteiner ihre Chance. Immer wieder versuchten sie es mit langen Bällen auf die schnellen Spitzen Mehic und Melunovic. Frei nach dem Motto: Einer wird schon durchkommen. Mit fortschreitender Spieldauer wurden Dortmunds Bemühungen immer bescheidener.
Miroslav Stevics 40-Meter-Versuch, der peinlich weit am Wehener Gehäuse vorbeiflog, durfte jedenfalls unter der der Rubrik Verlegenheitsschuss abgeheftet werden. Die standing ovations, die beim Gang in die Pause von den Tribünen prasselten, sie galten einzig und allein dem Außenseiter vom Halberg. Der Beifall, mehr freilich noch die alles andere als berauschenden Darbietungen von Trainer Matthias Sammers Starensemble machten Wehen offenbar Mut. Mut zu Mehr. Mit Wiederanpfiff nahm die Truppe von Gerd Schwickert plötzlich das Heft in die Hand und lieferte dem Goliath aus dem Kohlenpott einen erstaunlich offenen Schlagabtausch. Und plötzlich herrschte knisternde Pokal-Atmosphäre am Mainzer Bruchweg. Begleitet von feurigen Samba-Trommlern.
Die Wehener, sie bekamen Chancen. Den Melunovic-Kopfball kratzte Stevic von der Linie. Mehics Geschoss entschärfte Lehmann. Christian Wörns schließlich warf seine ganze Routine in die Waagschale und spitzelte dem einschussbereiten Melunovic die Kugel in letzter Sekunde weg. Schließlich hob Oliver Bunzenthal den Ball über Lehmann, aber auch übers Borussen-Tor. Matthias Sammer verfolgte das dramatische Geschehen mit verschränkten Armen, scheinbar ruhig. Im Innern freilich kochte der Feuerkopf ob des immer peinlicher werdenden Auftritts der Schwarz-Gelben. In der 80. Minute stockte den entsetzten Zuschauern, die Wehen nunmehr fanatisch unterstützten, der Atem.
Christian Wörns, der zuvor per Kopf die Wehener Latte getroffen hatte, stocherte die Kugel nach einer Ecke über die Taunussteiner Torlinie. Doch der Pfiff und die eindeutige Geste von Schiedrichter Gagelmann signalisierten Entwarnung. Es war Abseits! Allgemeines Aufatmen am Bruchweg. In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit gabs dann Einbahnstraßenfußball Richtung Dortmunder Kasten.
Und Sascha Amstätters Kopfball in der 88. Minute strich denkbar knapp am BVB-Tor vorbei. Drei Minuten nach Beginn der Verlängerung gabs dann die ganz große Ernüchterung im Bruchwegstadion. Nach einer Ecke von Miroslav Stevic war es Heiko Herrlich, nach seinem Pfostentreffer gänzlich untergetaucht, der mutterseelenallein am Fünfmeterraum hochstieg und den Ball in die kurze Ecke köpfte.
Die Dimension des Dortmunder Jubelsturms machte deutlich, wie groß die Erleichterung bei den Borussen war. 2500 Dortmunder Schlachtenbummler jubelten, aber 10500 Anhänger des SV Wehen trugen Pokaltrauer. (
Quelle: Wiesbadener Kurier)

WEHEN: Lache - Wilde (107. Guht) - King, Izuagha - Naciri (58. da Silva), Bunzenthal, Amstätter (102. Gisinger), Hornung, Sauer - Melunovic, Mehic
DORTMUND: Lehmann - Evanilson, Wörns, Metzelder, Dedé - Ricken (106. Nerlinger), Stevic, Addo, Heinrich - Krontiris (91. Tanko), Herrlich
TOR: 0:1 Herrlich (92.)
SCHIEDSRICHTER: Gagelmann
ZUSCHAUER: 12.000 in Mainzer Bruchwegstadion

    

 

Hauptsponsor:
BRITA macht mehr aus Wasser
Herrenausstatter des SV Wehen:
Couture F - Herrenausstatter des SV Wehen
Hofgut Georgenthal - Wohnen im Paradies
vr bank Untertaunus
RAMADA® Hotels & Resorts
Ihr Partner für Erste Hilfe, Arbeitsschutz & Rettungsmedizin. Partner des SV Wehen.
Wildparkhotel Engenhahn
Wir bauen auch für den SV Wehen!
Fitlike. Sportnahrung direkt vom Hersteller.
Süwag. Hier ist Ihre Energie zu Hause!
URGO GmbH - Der Wundversorgungsspezialist

Römerbad Niedernhausen

     

  Web by 1aConsult.

Impressum.

Copyright © 2005 SV Wehen 1926 - Taunusstein e.V.